Aktuelles / Rückblick Sommerkirche 2016

Frau Friedrichs
Heidi Friedrichs reiste mit der Sommerkirche von einer Gemeinde zur nächsten und berichtet über ihre Erfahrungen.

Sommerkirche unter Psalmen

Heute, am 26.06.2016, war der erste Gottesdienst im Rahmen der Sommerkirche in Hüpede.

Die Helfer/innen Gruppe hatte sich einmal wieder übertroffen und für ein opulentes Frühstück gesorgt. Satt und zufrieden ging es dann mit Frau Pastorin Sabine Stuckenberg in die Hüpeder Kirche. Die Predigt befasste sich mit dem 121. Psalm:

“Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen Hilfe kommt, ...“ Es wird angenommen, dass dieser Text einst schon von den Pilgern auf dem Weg nach Jerusalem vor dem Aufstieg ins judäische Bergland gesungen wurde.

Unsere Pastorin berichtet von Ihrem Lieblingsplatz. In Ihrer Erinnerung war er wunderbar und trostspendend, musste jedoch als Bauplatz für Neubauten weichen. Vielleicht behält er jedoch gerade deshalb seinen besonderen Zauber, muss er doch heute mit keiner Wirklichkeit in Konkurrenz treten. Er verkörpert ein Stück Heimat. Haben wir uns nicht alle aus unserem bisherigen Leben einen solchen Zauberort bewahren können? Auf jeden Fall dürfen wir uns aber gewiss sein, dass uns Gott Tag und Nacht Schutz bietet und dass, wer ihm vertraut, auf allen Wegen geborgen ist.

Und so sangen wir dann im Anschluss an die Predigt voller Überzeugung das Lied:  „Und so geh nun Deinen Weg ohne Angst und voll Vertrau ‘n, dass Du nicht alleine gehst, darauf kannst Du bau ‘n. Gottes guter Segen zieht mit Dir ins Land und auf allen Wegen hält Dich seine Hand“. Diese Gewissheit dürfen wir uns für unser ganzes Leben bewahren, nicht nur für eine Pilgereise oder die Ferienzeit. Versehen mit dem Segen und nach einem sommerlichen Orgelnachspiel begaben wir uns, einmal wieder im Glauben gestärkt, nach Hause. Das Gemeindezentrum, die Kirche, das sommerliche Orgelspiel, die Hüpeder selbst mit ihrer Pastorin lohnen in der Region Pattensen immer wieder einen Besuch, nicht nur während der Sommerkirche.

fr

Sommerkirche in Jeinsen am 03. Juli 2016
Psalm 139 Herr, du erforschest mich und kennest mich

Aus diesem Gottesdienst habe ich die wunderschön textlich und melodisch abgestimmten neuen sommerlichen Kirchenlieder mitgenommen und die Gewissheit aus dem Psalm 139, dass mein Gott mich kennt und immer bei mir ist vom Anfang und bis in alle Ewigkeit und ich bei ihm sein kann, wenn ich das nur zulasse. „Leite mich auf ewigem Wege!“ Oder sogar: “Nähme ich die Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Die sich anschließende Einkehr im Garve-Haus war wieder ein voller Erfolg. Herzlichen Dank an das „Küchenpersonal“. Wegen einer Taufe gab es leider keine Gelegenheit, mit Pastor Hüttmann über seine Predigt, den Psalm 139 und die gute musikalische Unterstützung zu sprechen. Inzwischen kennt man sich als „Sommergemeinde“ über die einzelnen Kirchengrenzen in der Region hinaus. Es wird sogar wahrgenommen, wenn jemand einmal nicht dabei sein kann. Das lässt mich für die Zukunft unserer Kirchenregion hoffen.fr. 

10. Juli 2016- Sommerkirche in Schulenburg, Thomaskirche

 

Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes, der wieder aus der gesamten Region Pattensen sehr gut besucht war, stand der Psalm 1. Hier wird der gläubige Mensch mit einem Baum, der an Wasserläufen steht, verglichen. Der hat Kraft, Frucht zu tragen, wenn es Zeit ist. Gott nimmt positiv und aktiv an unserem Leben teil, Denkt und lebt der Mensch aus diesen Glauben, lässt er sich von Gott leiten, so lebt er mit sich und der Welt in Harmonie. Er folgt Gott, nicht den Bösen und auch nicht den Spöttern. Die etwas andere Agenda, das Glaubensbekenntnis mit Gebärdensprache, die Erinnerung an Rupert Neudeck und seine Cap An Amour, ein Gebet des Papstes und die sorgsam ausgesuchten Liedertexte waren eine gute, neue Erfahrung. Und so sangen wir mit voller Überzeugung: „ Komm, bau ein Haus, das uns beschützt, pflanz einen Baum, der Schatten wirft und beschreibe den Himmel, der uns blüht.“
Bei der sich anschließenden Bayerischen Brotzeit und der stilgerechten Blasmusik kamen sich alle wieder näher. Die Sommerkirche ist keine Notlösung für die Ferienzeit, auch für das kirchliche Bodenpersonal, sondern ein echter Gewinn. Ein herzliches Dankeschön an Pastor Schott (Hickmann)  und alle Mitwirkenden in Kirche und Küche. An dieser Stelle für Pastor Schott und seine liebe Gattin noch alles Liebe und Gute und Gottes Segen zur gerade gewesenen Hochzeit.
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17. Juli 2016, 10.00 Uhr Sommerkirche in Koldingen-Psalm 57
Leider war das Wetter nicht so, dass wir im Freien unter der schönen alten Linde hätten Platz nehmen können. So platzte die schöne alte Kapelle wegen der großen Besucherzahl aus allen Nähten. Neben den auf den Inhalt des Psalms 57 abgestimmten Liedern, einer liebevoll, unter Mitwirkung der Familie gestalteten Erwachsenentaufe, verglich Pastor Lohse die Botschaft des Psalms 57 mit der Wurmbergbahn: Start in Braunlage an der Eislaufhalle, Mittelstation am Rodelbahnhaus und Bergstation oben auf dem Wurmberg. „Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.“ Wir dürfen auf unseren Gott in allen schwierigen Lagen bauen, ihn aber auch lobpreisen, wenn es uns gut geht.
Die anschließenden leckeren Salate und Beilagen reichten dann wunderbarerweise für alle und Platz war auch für alle da. Ein herzlichen Danke schön an alle HelferInnen, Frau Pastorin Timpe und Herrn
 

24. Juli 2016 in Pattensen,

Psalm 68 „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“

Heute ist schon der vorletzte Sonntag der Sommerkirche. Die Gemeindeglieder aus der Region strömen reichlich. Platzte am vergangenen Sonntag noch in Koldingen die Kapelle aus allen Nähten, wirken die Besucher in der großen St. Lucas Kirche eher etwas verloren und spärlich. Auf jeden Fall werde ich hoffentlich über die Sommerzeit hinaus die zum Gottesdienst erschienen Gemeinde Mitglieder in etwas anderen Relationen betrachten. Was woanders überfüllt scheint, hat eben in St. Lucas noch reichlich Platz und wir haben nicht jeden Sonntag Heiligabend..      Die Lieder waren wieder sehr gut auf die sommerliche Zeit und den Inhalt der Predigt abgestimmt. Mein Lieblingslied: „Geh aus mein Herz und suche Freud“ war auch darunter. Frau Timpe hat uns in ihrer Predigt inhaltlich in freier Übersetzung den Psalm 68 nahe gebracht. In der Luther Bibel heißt es, dass wir einen Gott haben, der da hilft und den Herrn, der vom Tode errettet. Frei übertragen, wir kennen doch alle unsere Stimmungsschwankungen je nach Lebenslage. Aber wir dürfen gewiss sein, dass uns unser Gott nicht nur in guten Zeiten begleitet und für uns da ist, sondern ganz gewiss auch in den weniger guten Zeiten. Ein modernisierter Text des Psalm 68 lautet: „ Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ Seien wir dafür dankbar und bewahren uns unser Gottvertrauen, egal ob uns gerade himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt zumute ist. Die Einkehr im Gemeindezentrum war wieder von den Helferinnen vorbildlich und reichlich gestaltet. Schade, dass unsere schöne Sommerkirche nun fast schon wieder vorbei ist.fr .

31. Juli 2016 Sommerkirche auf der Marienburg
Psalm 146 „Gott schützt die Schwachen“
Mit diesem Gottesdienst an historische Stätte geht unsere Sommerkirche in der Region Pattensen zu Ende. Die kleine Kapelle auf der Marienburg, die uns seit vielen Jahren der Sommerkirche nun schon vertraut ist, ist bis auf den letzten Platz besetzt. Vor 150 Jahren musste Königin Marie ihre Wohnung auf der nach ihr benannten Burg und damit auch diese Kapelle mit ihren Töchtern für ein Exil in Österreich verlassen. Einer ihrer für sie wichtigsten Begleiter war ihr Kammerherr und stammte aus Reden. Vielleicht haben deshalb die Geschichtsbewussten unter uns stets ein besonderes Interesse an der Marienburg genommen.
Superintendent Brandes predigte über den Psalm 146 und ging unter anderem auch auf die historische Bedeutung für das Haus der Welfen und der Familie von Hannover, aber auch die aktuelle Lage ein. Gott schützt die Schwachen. Für alle gilt, wer sich auf Gott verlässt, der ist nicht verlassen. Dessen dürfen wir gewiss sein. Mit dem Segen des Superintendenten versehen, verabschiedeten wir uns aus der Sommerkirche 2016. Die 6 Sonntage sind viel zu schnell vergangen. Diese Woche fängt das neue Schuljahr an. Am Samstag beginnt für unsere SchulanfängerInnen ein neuer Lebensabschnitt. Möge Gott sie alle und uns auch schützen.
Einige nutzten im Anschluss an den Gottesdienst die Gelegenheit zu einer Führung durch die Marienburg, andere fanden sich noch zu einem Plausch im Schlosscafé auf dem Burghof, nicht ohne sich wehmütig an die guten Zeiten zu erinnern, als ein „Bürger“ aus Schulenburg stets zu einem zwanglosen Treffen auf dem Parkplatz zu einer Bratwurst eingeladen hat. Möge es unserem Bürger und seiner lieben Frau gut gehen. fr.