Das Aus für den Schrubber
Michael Hartmann aus Pattensen und Referent Dieter Betker diskutieren über die Vorzüge von Mikrofasertüchern und Badschwämmen. Schwier
Welche Geräte eigenen sich für eine rationelle Reinigung von Kirchen und Gemeindehäusern? Welche Putzmittel sind sinnvoll? Solche und andere Fragen standen im Mittelpunkt des Küstertreffens in Pattensen. Der Pattenser Küster Michael Hartmann und Superintendent Detlef Brandes hatten zu dem einmal im Jahr stattfindenden Nachmittag eingeladen.
Das Ergebnis war hochinteressant: Als Referent war Dieter Betker vom Bildungswerk Niedersachsen der Gebäudereiniger gekommen. Er erklärte die verschiedenen Reinigungsmittel und Geräte und diskutierte mit den 13 anwesenden Küsterinnen und Küstern über eine effiziente und gute Reinigung.
Das Ergebnis aus Sicht von Betker: „Oft finden sich zu viele Produkte in den Gemeinden“. Ein Neutral- oder Alkoholreiniger als „Alleskönner“, ein milder Sanitärreiniger und Spülmittel für das Fensterputzen reichten für die meisten Zwecke vollkommen aus. Das spare auch viel Geld. Gezielte und gute Produkte sollten eingesetzt werden, empfahl der Fachmann.
Der altbekannte Schrubber hat in der modernen Reinigung ausgedient. Als passendes Geräte für den Boden stellte er den sogenannten Doppelfahrwagen vor, ein fahrbares Gestell mit einem Behälter für das Putzwasser mit Reinigungszusatz und einen für das Spülen. Das Spülwasser kann so schneller gewechselt werden. Das spare enorm an Reinigungsmitteln, sagte Betker.
Spannend war ein Test: Eine Küsterin hatte eine Bodenfliese mitgebracht. Erst vor zwei Jahren in einem Gemeindehaus verlegt, zeige der Fliesenboden schon viele nicht mehr zu entfernenden Flecke. Dieter Betker machte in einem Versuch mit einem säurehaltigen WC-Reiniger und einem Neutralreiniger. Das Ergebnis: Sogar der milde Neutralreiniger hinterließ Flecken, die grüne Fliesenfarbe ging ab. Der Boden lasse sich im Prinzip nicht reinigen - eine niederschmetternde Diagnose.
Superintendent Detlef Brandes lobte die Arbeit der Küster. Leider gebe es aber oft wenig Wertschätzung in den Kirchengemeinden. „Wenn Arbeit, die aus vollem Herzen getan wird, nicht anerkannt wird, dann ist das schon kränkend“, sagte er. Brandes appellierte an die Gemeinden, sich mit den Wünschen der Küsterinnen und Küster auseinander zu setzen.
Im Kirchenkreis Laatzen-Springe gibt es derzeit 29 Küsterinnen und Küster, die oft in Teilzeit die Kirchen für Gottesdienste vorbereiten, die Gebäude reinigen, Handwerkliche Tätigkeiten machen und vieles mehr.
Dr. Stephan Schwier
Fundraiser im Kirchenkreis Laatzen-Springe
» Aktuell:
29.03.2008 - Die Küsterin oder der Küster werden an jeder Kirche unbedingt gebraucht.
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