Kirchenkreistag am 22. Februar 2008 im Gemeindehaus der Thomas-Kirchengemeinde Laatzen
Der inhaltliche Schwerpunkt : Evangelische Spiritualität
25.02.2008 - Quelle: Kirchenkreis
Pastor Krull eröffnete den Kirchenkreistag mit einer Andacht zum Wochenspruch (Luk 9,62) „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ und betont, dass es zum christlichen Glauben gehört, sich offen und hoffungsvoll der Zukunft zuzuwenden und nicht am Vergangenen zu kleben. Denn wer zurückschaut, bekommt die Zukunft nicht in den Blick. Die Kinder von der „Singenden Arche“, die unter der Leitung von Frau Riedel mit zwei Liedern die Andacht einrahmten, waren solch ein Bild von einer hoffnungsvollen und sehr lebendigen Zukunft.
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Die notwendigen Informationen und Regularia wurden kurz gehalten.
Ein paar Punkte möchte ich aber erwähnen:
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Das Plenum der Synode im Saal der Henriettenstiftung (Quelle: Landeskirche)
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Frau Hentschel berichtete vom Beginn ihrer Arbeit in der neuen Synode, in die sie als einzige Vertreterin unseres Kirchenkreises gewählt worden ist. Nach einem schönen und feierlichen Eröffnungsgottesdienst gilt es für sie sehr viel neue Gesichter und neue Aufgaben kennen zu lernen. Ständig werden neue Informationsblätter verteilt, die in ihrer Fülle kaum wahrgenommen werden können. Die eigentliche Arbeit wird aber in den Ausschüssen geleistet. Frau Hentschel möchte sich im „Bau- und Umweltausschuss“ engagieren und im „Ausschuss für theologische Fragen, Ökumene und Mission“.
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Einer der langen Wege im Kirchenkreis Wotta
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Vor 20 Jahren begann der Kirchenkreis „im Geiste des Konziliaren Prozesses für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ eine ökumenische Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Wotta in Tansania aufzubauen. Nachdem der Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises vor vier Jahren aufgelöst und die Betreuung dieser Arbeit vom Kirchenkreisvorstand übernommen wurde, hat der Tansania-Arbeitskreis der St. Alexandri-Kirchengemeinde in Eldagsen jetzt die praktische Partnerschaftsarbeit mit Besuchen in Tansania und der Organisation eines Gegenbesuches aus Tanzania vom 22. Mai bis 11. Juni diesen Jahres übernommen. Auch die Verwaltung der Projekte in Wotta, an denen unser Kirchenkreis beteiligt ist, und die Gesamtverantwortung soll in Zukunft wieder von einem Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises getragen werden, in den bisher Frau Soßdorf, Frau Herrmann und Frau Georgiadis gewählt wurden. Weitere Interessenten für diesen Ausschuss sind willkommen.
Die Notfallseelsorge hat in der Landeskirche einen neuen rechtlichen Rahmen bekommen. Dass Notfallseelsorge zu den dienstlichen Pflichten des Pfarramtes gehört, ist jetzt festgeschrieben worden. Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger stehen meist den Rettungsdiensten zur Seite und betreuen Menschen die Unfälle, Brände oder andere dramatische Situationen erleben mussten. Sie begleiten auch die Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten und betreuen dann die Angehörigen. Insgesamt werden die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger des Kirchenkreises etwa zu 15 Einsätzen im Jahr gerufen. Über ein eigenes Notrufsystem sind ständig zwei Notfallseelsorger des Kirchenkreises in Bereitschaft. Die Notfallseelsorge des Kirchenkreises leidet aber unter zu geringer Beteiligung, so dass sich die Bereitschaftsdienste für die (zu) wenigen Notfallseelsorger zu sehr ausweiten. Deshalb wird nicht nur um die Beteiligung weiterer Pastoren geworben, sondern es werden auch Ehrenamtliche gesucht, die schon aus ihrem beruflichen Umfeld Eignungen mitbringen (z.B. aus beratenden Berufen kommen) und bereit sind nach entsprechender Fortbildung die Notfallseelsorge des Kirchenkreises zu unterstützen.
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Begegnung am Rande: Landesbischöfin Dr. Käßmann mit dem jetzigen LKA-Präsidenten Dr. v. Vietinghoff und dessen Nachfolger ab 1.5., Guntau (rechts)(Quelle: Landeskirche)
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Die zweit Hälfte des Kirchenkreistages gehörte dem inhaltlichen Schwerpunkt dieser Kirchenkreistagssitzung:
„Evangelische Spiritualität – Zugänge zum geistlichen Leben“
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Pastor Römer von den „Missionarischen Diensten“ im Haus kirchlicher Dienste in Hannover hielt ein Impulsreferat, in dem er deutlich machte, dass sehr viele Menschen auf verschiedenen Wegen auf der Suche nach Spiritualität sind. Wenn die evangelische Kirche das nicht aufnimmt, nimmt sie etwas genuin Christliches nicht auf. Denn „Spiritualiät“ ist in ihrem Ursprung christlich, meint vom Heiligen Geist Gottes (spiritus sanctus) berührt zu sein und ist etwas sehr Positives und Gutes, wie es uns das deutsche Wort „Begeisterung“ ja auch vermittelt. In den Kirchen reformatorischer Tradition mit ihrem Schwerpunkt auf der Wortverkündigung muss es zunächst darum gehen, die vielfältigen Aspekte der Spiritualität neu wahrzunehmen, die sich zum Beispiel einfach im Naturerleben zeigen kann, wo ein Mensch sich von Gottes reichem Schöpfergeist angesprochen fühlt. Natürlich fehlt dabei dann das, was zu einem christlichen Glauben immer mit dazugehört, Christus und der Bezug zu anderen Menschen.
Spiritualität will den Geist des Menschen aus der Zerstreuung und Ablenkung in die Sammlung und in die Ruhe führen, in die Kontemplation.
Speziell für die evangelische Spiritualität sind die vier Säulen wichtig, die unsere Landesbischöfin Frau Dr. Käsmann genannt hat: Die Bibel, der Gottesdienst, das Gebet und das Gesangbuch. Aber allein darauf einzugrenzen ist Spiritualität nicht.
Spiritualität findet Ausdruck in Symbolen und Ritualen, wo Gott als ewig und verlässlich erfahren wird. Auch die Kunst kann Ausdruck der Spiritualität sein, in dem Gott selber als Künstler wahrgenommen wird in dem Reichtum von Formen, Farben und Möglichkeiten dieser Welt, oder in dem Künstler, der mit seinem Werk immer versucht, Transzendenz in die Gegenwart zu bringen. Auch körperliche und geistige Herausforderungen, die wiederum in die Sammlung führen, wie etwa Pilgerwege sind Ausdruck von Spiritualität.
Es geht bei der evangelischen Spiritualität darum, in eine Begegnung mit Christus zu gelangen, die vom Miteinander mit anderen Menschen und vom Geist der Liebe bestimmt ist.
Die Kirchenkreistagsteilnehmer teilte sich anschließend in vier Gruppen, um in den „Workshops“ a) „Perlen des Glaubens“, b) „Kirchenmusikalische Aspekte evangelischer Spiritualität“ c) „weibliche und männliche Formen evangelischer Spiritualität“ und d) „Glaubenskurse“ das Thema „Evangelische Spiritualität“ zu vertiefen.
Uwe Büttner
Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises Laatzen-Springe
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