Das große Engagement vieler und die viele geleistete Arbeit werden zu wenig wahrgenommen!
„Teilhabe und Gerechtigkeit – Armut“ ein Jahresthema, das die Diakonie sicher weit über dieses Jahr hinaus beschäftigen wird.
18.04.2008 - Quelle: Kirchenkreis
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Aufmerksam verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den einleitenden Vortrag zum Jahresthema und stellten Rückfragen.
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Es gibt sehr viel Hilfe und viele diakonische Aktivitäten in den Kirchengemeinden.
Es gibt eine sehr fleißige und erfolgreich arbeitende professionelle Diakonie im Kirchenkreis.
Aber beide wissen zu wenig voneinander. Und beide sind im Bewusstsein der Gemeindeglieder nicht genügend präsent.
Eine kleine Umfrage unter den zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „1. Abends der Begegnung 2008“ in der Diakonie des Kirchenkreises bestätigte diese Aussage aus den vergangenen Jahren.
Am 16. April hatten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den diakonischen Beratungsstellen und Einrichtungen im Kirchenkreis mit den Diakoniebeauftragten aus den Kirchenvorständen der Gemeinden getroffen, um diesem Trend entgegen zu wirken. In dem von den Mitarbeiterinnen der diakonische Einrichtungen geschmückten und mit viel Information ausgestatteten Gemeindesaal der Friedenskirchengemeinde in Arnum kamen sie zusammen, um sich kennen zu lernen und anhand eines gemeinsames Themas miteinander ins Gespräch kommen.
Superintendent a. D. Christian Klatt, Leiter des Diakonieverbandes Hannover-Land, gestaltete die einleitende Besinnung mit der neuen Briefmarke, die Anfang diesen Monats von der Deutschen Post AG zum zweihundertsten Geburtstag von Johann Hinrich Wichern, dem „Vater der modernen Diakonie“ herausgegeben worden ist. Sie zeigt neben dem Portrait von Wichern das Kronenkreuz, das für die „Marke Diakonie“ steht, weit verbreitet ist, aber seltsamerweise ebenfalls wenig wahrgenommen wird.
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Diese Briefmarke zum 200. Geburtstag Johann Hinrich Wicherns zeigt neben dem Portrait Wicherns das Kronenkreuz, das Symbol für die moderne Diakonie, als deren Vater Wichern gilt.
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Der gemeinsame thematische Schwerpunkt des Abends ist das diakonische Jahresthema des Kirchenkreises für das Jahr 2008: „Teilhabe und Gerechtigkeit -- Armut“.
In den Anfragen an die diakonischen Einrichtungen und Beratungsstellen des Kirchenkreises zeigt sich deutlich ein Anwachsen der Armut im Kirchenkreis. Aus den Kirchengemeinden konnte das mit Beispielen ebenfalls belegt werden.
Meist ist finanzielle Armut der Auslöser für mangelnde Teilhabe am Leben, für menschliche und soziale Verarmung. „Keine Unterkunft und kein Essen,“ das betrifft noch wenige. Aber „Kein Geld für Schulbücher und Bleistifte, für Klassenfahrten und Ausflüge, für die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder auch für eine würdige Trauerfeier verstorbener Angehöriger sowie Vereinsamung“ das betrifft schon eine große Zahl von Mitmenschen. Viele von ihnen fragen aus Scham nicht einmal um Hilfe nach. Kaum einer dieser Menschen hat seine Notlage selber bewusst herbeigeführt. Kinder sind ein Armutsrisiko. Aber auch durch Scheidung, Arbeitsplatzverlust oder durch den Tod des Ehepartners geraten Menschen unverschuldet in Not. Und natürlich treiben unverantwortliche Geschäftemacher und Kreditanbieter Menschen in die Schuldenfalle.
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Im Gemeindesaal der Friedenskirchengemeinde erwarteten die Teilnehmer viele Informationen
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In Arbeitsgruppen wurden dann Erfahrungen und mögliche Hilfen besprochen, ohne dem virulenten Problem der Armut, das in den kommenden Jahren voraussichtlich noch wachsen wird, mit perfekte Lösungen begegnen zu können.
Auf den einzelnen Menschen einzugehen und ihm Mut zu machen die Hilfe, die ihm rechtlich zusteht wahrzunehmen, um dann mögliche Hilfen zu vermitteln und selber helfend zu begleiten, sind Ansätze mit den Möglichkeiten der Diakonie in der Gemeinde und im Kirchenkreis. Auch gezielte Einzelfallhilfen sind möglich.
Nicht nur das gemeinsame Abendessen, das von der „Jugendwerkstatt Roter Faden“ aus Empelde, einer Einrichtung des Diakionieverbandes Hannover-Land geliefert worden war, stärkte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor den Gruppengesprächen. Auch die Erfahrung, sich nicht als Einzelner mit den Problemen der Menschen auseinandersetzen zu müssen, sondern viele „Mitstreiter“ im Kirchenkreis zu wissen, gab Kraft für weiteres Engagement vor Ort.
Es war ein guter Abend für die Diakonie in unserem Kirchenkreis, die es verdient, besser wahrgenommen zu werden.
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Pastor Ewert aus Arnum hält auf einer Wandzeitung Erfahrungen und Anregungen aus einer Arbeitsgruppe fest.
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Uwe Büttner
Öffentlichkeitsbeauftragter im
Kirchenkreis Laatzen-Springe
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