Aus einer kleinen Saat wird etwas Großes wachsen

Für und mit den Kindergottesdienstkindern ist in Alvesrode der Schöpfungsgarten angelegt worden. Es ist ein Ort der Besinnung für jung und alt. Superintendent Brandes löste ein Versprechen aus dem Frühjahr ein und überreichte im Schöpfungsgarten am 28. August Frau Susanne Maticka und den anderen Mitarbeiterinnen im Kindergottesdienst eine Senfkornbibel, die in einem Nistkasten über der Ruhebank verwahrt jedem Besucher die Möglichkeit schenken soll, sich mit den Originaltexten auf den Garten Eden und die Geschichte Gottes mit uns Menschen zu besinnen. Der Schöpfungsgarten ist ein ganz eigenständiger und nur durch ehrenamtliches Engagement verwirklichter Beitrag zur Gartenregion Hannover 20009

31.08.2008 - Quelle: Kirchenkreis

Die Kinder aus Alvesrode auf der Bank im Schöpfungsgarten. Darüber der „besondere Nistkasten“.

Aus einer kleinen Saat wird etwas Großes wachsen. Auch die kleine Saat der Hoffnung unseres Glaubens, Kindern mitgegeben, wächst und hilft ihnen, erwachsen zu werden.

Mit einem gemeinsamen Lied beginnt die kleine Feierstunde.

Jesus selbst nutze ja gerne Beispiele aus der Natur und der alltäglichen Umgebung, wie etwa in seinem Gleichnis vom Senfkorn, um von Glaube und vom Wachsen der Hoffnung zu erzählen. Um so anschaulich erzählen zu können, legten die Mitarbeiterinnen des Kindergottesdienstes in Alvesrode für und mit den Kindern einen Schöpfungsgarten an, in dem möglichst alle Pflanzen, die in den biblischen Geschichten einen Platz haben, wachsen sollen. Frau Maticka hatte die Idee, und ihre beiden Mitstreiterinnen im Kindergottesdienst, Frau Basse und Frau Schrader zogen mit. Frau Bennecke, Vorsitzende des Kapellenvorstandes in Alvesrode stellte mit ihrem Mann zusammen das Grundstück zur Verfügung. Zedern, Apfelbaum, Maulbeerbaum und Weinstock, aber auch Himmelsschlüssel, Pfingstrose, Jakobsleiter und Christrose haben in den Beeten ihren Platz gefunden. Dass die Schöpfung mit großer Geduld und Beständigkeit in „Tag und Nacht, Sommer und Winter, Saat und Ernte“ uns Menschen unsre Lebensgrundlagen schenkt, wird in der Einteilung des Gartens deutlich. Jeder Jahreszeit ist ein Beet zugeordnet mit Pflanzen, die in dieser Zeit ganz besonders zur Geltung kommen. Immer wieder pflanzen und pflegen die Kinder des Kindergottesdienstes in ihrem Garten, den sie gemeinsam „bebauen und bewahren“. Und nicht nur die Eltern der Kindergottesdienstkinder, auch die älteren Mitmenschen in Alvesrode nehmen diesen Garten gerne als einen Ort der Sammlung und als Treffpunkt wahr. Besonders seit im Frühjahr dank der Spende eines Baumarktes in der Mitte des Gartens neben dem Beet mit den Gewürzkräutern und rund um den Weinstock eine Bank aufgebaut wurde.

Superintendent Brandes überreicht die Senfkornbibel an Frau Maticka.

Eins fehlte jetzt noch in diesem Schöpfungsgarten, wurde im Rahmen der Visitation im Frühjahr festgestellt: Es fehlt noch das Buch, in dem vom Garten Eden und vom Werden der Schöpfung, von der Hoffung und vom Senfkorn erzählt wird. Superintendent Brandes versprach, für den Schöpfungsgarten eine „Senfkornbibel“ zu stiften.
Am 28. August löste er sein Versprechen ein. Die kleine Feierstunde mit den Kindergottesdienstkindern, mit Pastor Lesinski und jung und alt aus Alvesrode begann mit dem Lied „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“. Superintendent Brandes erzählte noch einmal die Geschichte vom Senfkorn, wie aus einer ganz kleinen Saat Glaube und Hoffnung etwas sehr Großes und Schönes wachsen kann. Und er erzählte von dem Garten Eden, der sich in jedem Garten wiederfindet, den Menschen mit Hoffnung anlegen, der aber in diesem Schöpfungsgarten in ganz besonderer Weise verwirklicht wurde. Und dann überreichte er neben einer kleinen Harke zum Bebauen und Bewahren des Gartens eine rote Senfkornbibel. Sie ist das kleinste Format, in dem eine vollständige Lutherbibel zu erhalten ist und hat ihren Namen nach dem Senfkorngleichnis erhalten.

Die Kinder sehen zu, wie die Senfkornbibel in dem Nistkasten verwahrt wird.

Frau Maticka nahm diese kleine Bibel dankbar entgegen und verwahrte sie, nachdem die Kinder diese kleine Bibel und die sehr kleine Schrift bestaunen konnten, an ihrem Platz:
In einem besonders hergerichteten Nistkasten über der Ruhebank inmitten des Gartens steht diese Bibel ab jetzt jedem zur Verfügung, der einmal den Garten besucht und die Geschichten von der Schöpfung, vom Garten Eden und von der Hoffnung unseres Glaubens in Jesus Christus dort im Garten lesen will.

Mit einem kleinen Imbiss für jung und alt schließt die Feierstunde ab.

Hoffnung und Glauben können wachsen, wie die Pflanzen in diesem Garten -- wie die Kinder des Ortes.
Mit einem kleinen Imbiss für alle Anwesenden, aber vor allem mit ganz viel Zuversicht ging diese kleine Feierstunde zu Ende.

Uwe Büttner
Öffentlichkeitsbeauftragter im
Kirchenkreis Laatzen-Springe

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