Diakonie ist Nächstenliebe -- 30 Jahre Hilfe und Pflege durch die „Diakonie Sozialstation Laatzen“

Am 5. September feierten viele offizielle Gäste zusammen mit Patienten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der „Diakonie Sozialstation Laatzen“ dankbar das 30-jährige Bestehen dieser Einrichtung im Gemeindehaus „Arche“ der Thomas-Kirchengemeinde. Diakonie ist Nächstenliebe. Deshalb kann auch unter Kostendruck und Einsparungszwängen die Arbeit einer Diakonie Sozialstation nicht nur darin bestehen, möglichst viele Patienten zu versorgen, sondern muss den ganzen Menschen sehen. Es dient der Gesundheit der Patienten und der Motivation der Mitarbeiterinnen, wenn Zeit für die Seele, für kleine Gespräche über Sorgen und Freuden nicht verunmöglicht, sondern ermöglicht werden -- wurde von den Festrednern mehrfach an die Adresse von Gesundheitspolitik und Pflegekassen gesagt.

08.09.2008 - Quelle: Kirchenkreis

Diakoniepastor Klatt gratuliert der leitenden Schwester Frau Pauli stellvertretend für die ganze Mitarbeiterschaft der „Diakonie Sozial Station“ zu ihrem Jubiläum. Im Hintergrund Frau Kruse, die als Verwaltungsfachkraft im Kirchenkreisamt Ronnenberg für die „Diakonie Sozialstation Laatzen“ zuständig ist.

„Vernetzung“ hieß die Überschrift, die über einer kleinen einleitenden Ausstellung der diakonischen Hilfe im Kirchenkreis Laatzen-Springe stand, denn die Menschen brauchen viele Angebote, die die Diakonie bereitstellt. Die Gäste und Patienten wurden zur Jubiläumsfeier im Foyer der „Arche“ mit einem Gläschen Sekt und einem Imbiss willkommen geheißen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der diakonischen Einrichtungen des Kirchenkreises und der Johanniter-Unfallhilfe hatten dort ihre Informationsstände aufgebaut und waren bald in interessierte Gespräche verwickelt.

Nach dem Dankgottesdienst bat Superintendent Brandes alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -- auch alle anwesenden ehemaligen Mitarbeiterinnen und Frau Kruse sowie Herrn Richter aus dem Kirchenkreisamt, die die Diakonie-Sozialstation Laatzen mit ihrer Arbeit unterstützen -- nach vorne, um ihnen zu ihrem Jubiläum zu gratulieren

In der Ansprache des Dankgottesdienstes zog Superintendent Brandes Jesu Gleichnis vom „Bramherzigen Samariter“ heran, um deutlich zu machen, was „Diakonische Hilfe“ meint:
So, wie jeder Gottesdienst „Diakonie“, Dienst Gottes am ganzen Menschen ist, seiner Seele Stärkung und dem Leib Erholung bringt, so soll auch unsere Diakonie sich dem ganzen Menschen, der Hilfe braucht, zuwenden können, seinem Körper in Hilfe und Pflege und seiner Seele, seinen Sorgen und Freuden. Wer diakonisch handelt, wird -- wie der Samariter – einem hilfsbedürftigen Fremden zum Nächsten, ohne nach Herkunft, Glaube oder Überzeugung zu fragen. Er sorgt einfach dafür, dass es dem Hilfsbedürftigen nicht am Notwendigen mangelt. Der Samariter leistet hingebungsvoll die Erstversorgung des Verletzten und bietet Bezahlung für die weitere Pflege an. Ja, er verspricht sogar, den tatsächlichen Aufwand und nicht etwa den aus Budgetierungsgründen reduzierten Kostensatz zu tragen.
Vor 30 Jahren wurden überall aus wirtschaftlichen Gründen die bis dahin tätigen Gemeindeschwestern in Diakonie- und Sozialstationen zusammengefasst. In Laatzen befand sich die erste „Diakonie Sozialstation“ als Einrichtung mehrer Träger im Rathaus. Nachdem sie dann eine Zeit lang im Margaretenhof untergebracht war, fand sie im Jahre 2000 in der ersten Etage der „Arche“ ihr jetziges Domizil unter der alleinigen Trägerschaft des Kirchenkreises Laatzen-Springe. In dieser langen Zeit von 30 Jahren haben viele Menschen viel Zeit und Hilfe für sehr viele Menschen in Laatzen und darüber hinaus aufbringen können. Superintendent Brandes schloss seine Ansprache mit dem Dank an Gott für all diese Zeit und Kraft, die Menschen hier für Menschen geben konnten.

Neben den diakonischen Einrichtungen aus dem Kirchenkreis wiesen die Johanniter auf ihre Hilfsangebote hin.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Laatzen, Frau Rode, dankte in ihrem Grußwort im Namen der Stadt der „Diakonie Sozialstation“, die als Einrichtung der Pflege, Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten erfolgreich ein wichtiges Aufgabenfeld in der Stadt mit abdeckt und sich dabei großes Vertrauen unter den Menschen in Laatzen verdient hat.
"In der Arbeit der „Diakonie Sozialstation Laatzen“ wird die Liebe Gottes ganz praktisch erfahrbar", sagte Diakoniepastor Klatt in seinem Grußwort.
Pastor Surendorff aus der Thomas-Kirchengemeinde Laatzen, die der „Diakonie Sozialstation“ ihre Räume zur Verfügung stellt, wies mit der Geschichte „Nur, weil jemand auf der Bettkante saß...“ noch einmal darauf hin, dass Zuwendung und Zeit für Patienten mindestens genauso wichtig sind, wie fachgerechte Versorgung. Budgetierungen und Kürzungen in den Behandlungszeiten helfen kranken und hilfsbedürftigen Menschen nicht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Diakonie Sozialstation“ wenden sich ihren Patienten zu. Davon erzählen die Menschen in seiner Gemeinde. Und die Thomas-Kirchengemeinde ist deshalb sehr dankbar für den Dienst und für die Nähe, mit der die „Diakonie Sozial Station“ in Laatzen wirkt.

Den gemütlichen Ausklang bei Kaffee und Kuchen leiteten die Kinder des Thomas-Kindergartens unter der Leitung von Frau Jüppner mit einem „Geburtstagsständchen“ ein.

34 Mitarbeiterinnen und 2 Zivildienstleistende betreuen zur Zeit etwa 150 Patienten in Laatzen, Hemmingen und im angrenzenden südlichen Hannover. Und die „Diakonie Sozial Station“ entwickelt sich weiter. Ein Palliativdienst wird aufgebaut werden und ein Besuchsdienst in ökumenischer Zusammenarbeit mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden.
Zu einem gemütlichen Ausklang mit Kaffee und Kuchen wurden die Gäste anschließend noch eingeladen. Diesen gemütliche Teil eröffneten die Kinder des Thomas-Kindergartens, die der „Diakonie Sozial Station“ ein „Geburtstagsständchen“ brachten.

Uwe Büttner
Öffentlichkeitsbeauftragter im
Kirchenkreis Laatzen-Springe

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