Frieden auf Erden

16. Dezember 2019

Wie gestalten Sie diese Wochen? Was sind Sie für ein Advents- und Weihnachtszeitmensch? Schaffen Sie es, viele oder wenigstens einige Angebote unserer Kirchengemeinden in Laatzen, Springe, Pattensen und Hemmingen wahrzunehmen? Haben Sie genug Zeit und Ruhe, sich über die Offenen Kirchen mit ihren vielfältigen Programmen zu freuen? Wichtig ist mir, wie friedlich unser Herz bei allem Tun oder Lassen ist. Großes Engagement gehört bei vielen zu diesen Advents- und Weihnachtstagen dazu.

Da sind der Beruf, die Familie und vieles andere, was uns wichtig ist. Bei anderen ist es ganz anders, die Tage werden stiller, manchmal zu still. Sie sind dankbar, wenn sie öfter rauskommen und Menschen treffen. Und dazu haben sie in der Weihnachtszeit in vielen unserer Gemeinden auch gute Gelegenheiten. Unabhängig davon, zu welcher Gruppe wir gehören, wohnt in vielen gerade zu Weihnachten eine tiefe Sehnsucht. Eine Sehnsucht nach Liebe und Nähe, auch nach Gottes Nähe und seinem Frieden. Und in den Begegnungen und auch in den Gottesdiensten von Weihnachten hoffen wir auf Erfüllung, auch auf die Botschaft des Friedens, die unsere Sehnsucht und unsere Fragen stillt.

2019 lautet die Jahreslosung: „Suche Frieden und jage ihm nach.“
Die Sehnsucht nach weltweitem Frieden bewegt viele von uns, diese Sehnsucht lässt kluge Menschen ihrem Stern folgen und zur Krippe pilgern. Und auch unsere Sehnsucht nach dem inneren Frieden führt uns an der Krippe zusammen. Zum Weltfrieden und zum inneren Frieden können wir meist nur wenig selbst beitragen, der größte Teil wird uns geschenkt, und wir sind uns schmerzlich bewusst, dass es niemals selbstverständlich ist, in Frieden zu leben.

Den inneren Frieden erleben wir, wenn wir Frieden mit uns selbst, unseren Mitmenschen und mit Gott finden. Wenn wir uns auch mit unseren Grenzen und Fehlern annehmen können. Wenn wir wissen, dass Gott uns über alles liebt, dass wir zu ihm mit unserem Versagen und unseren Schwächen kommen können und dass er uns vergibt und zu einem neuen Anfang hilft. Wir können uns dann lieben, weil Gott uns liebt. Und wir können dann auch unsere Mitmenschen als von Gott überaus geliebte Menschen annehmen. Die Sehnsucht nach Frieden, innen und außen, bestimmt Weihnachten. Und wenn ich diesen Frieden finde und erlebe, dann jage ich ihm nach, weil er mir wichtiger als alles andere ist.

Der Glaube, die Hoffnung und das Vertrauen helfen mir dabei, den Frieden im Herzen zu behalten, wenn ich auch oft und manchmal sehr schnell wieder verliere. Da kann ich dann mit der neuen Jahreslosung von 2020 beten: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ Denn letztlich kommt aller Glaube von Gott. Im Kind von Bethlehem begegnet Gott uns und stärkt unseren Glauben. Jesus Christus ist da. Er begleitet uns und hilft uns.
Er hört unser Gebet. Auch unsere Bitte um Glauben und um Frieden.
Ich wünschen Ihnen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest 2019 und einen guten Übergang ins neue Jahr. Friede sei mit Ihnen!
Christian Hüttmann
 

huettmann_quadrat
stellvertretender Superintendent Christian Hüttmann
Tel.: 05101 5856-10