Foto: Daniel Zimmermann

Sie tickt wieder richtig

Nachricht 05. September 2019
Foto: Daniel Zimmermann

Es war gegen halb zwei als die Kirchenglocken zwölf Mal geläutet haben. Ein gutes Zeichen. Denn ab diesem Zeitpunkt am Montagmittag hat die weithin sichtbare Uhr am Kirchturm der St. Andreas Kirche wieder richtig getickt. Alle sechs Sekunden hat die elektronische Steuerung einen neuen Impuls für die Uhrzeit bekommen und im Minutentakt sich der richtigen Zeit genähert.

Bis dann endlich nach einem halben Jahr wieder die richtige Zeit auf der Uhr abgelesen werden konnte, war es nötig die Kosten für die Reparatur zu sammeln. Ein Defekt an den über fünfzig Jahre alten Wellen und Lagern der Mechanik der Uhr musste behoben werden. Dazu war es nicht nur nötig den Turm bis zu den Uhren hinaufzuklettern sondern auch die Wellen und passenden Lager eigens speziell für diesen Zweck anfertigen zu lassen. „Eine teure Angelegenheit“, weiß der St. Andreas Pastor Klaus Fröhlich. „2.000 € sind für uns nicht zu stemmen. Deshalb haben wir uns über die Zeitung an die Springer Bürgerinnen und Bürger gewandt.“ Und die haben mit einer großen Spendenbereitschaft geholfen, die Uhr reparieren zu lassen. Beim St. Andreasfest hat die Kirchengemeinde dann auch das restliche Geld zusammenbekommen. „Dafür haben manche ihren Pfand für das Bierglas gespendet“, weiß Karin Müller-Rothe, Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Viele Springerinnen und Springer haben auch in den alten Gotteskasten in der Kirche Geld eingelegt. „Das waren nicht nur Münzen, die dort gegeben wurden“, weiß die Küsterin Silke Schmidt. Die Kirchengemeinde ist sehr dankbar für die große Spendenbereitschaft auch von großzügigen Einzelspendern.

„Ab jetzt kann sich allerdings auch keiner mehr für eine zehnminütige Verspätung rausreden, da die Kirchturmuhr eine falsche Zeit angegeben hätte,“ warnt der Andreas – Pastor alle, die sich auf die Kirchturmuhr berufen haben, wenn sie zu spät kamen. Auf der Uhr in über zwanzig Metern Höhe ist wieder sekundengenau die richtige Uhrzeit abzulesen. 

Pastor Klaus Fröhlich