Fahrplan zur Wahl einer Superintendentin/eines Superintendenten

27. Juni 2019

Am 31. Oktober 2019 geht Superintendent Detlef Brandes in den Ruhestand. Wie geht es danach weiter? Bei der Sitzung des Kirchenkreistags (KKT) am 26. Juni wurde der Ablaufplan für die Wahl einer Superintendentin/eines Superintendenten vorgestellt. Gast war Landessuperintendentin Petra Bahr, die gemeinsam mit dem KKT-Vorsitzenden Wolf-Dietmar Kohlstedt das komplizierte Verfahren vorstellte. Petra Bahr wird den Wahlprozess begleiten. „Ich mache nichts ohne Absprache mit dem Vorsitzenden des Wahlausschusses“, versicherte sie den Delegierten.

Am 2. Juli trifft sich zum ersten Mal der Wahlausschuss. Darin sind neben fünf Vertretern aus dem Kirchenkreisvorstand auch drei aus dem KKT. Dieser Wahlausschuss muss das Stellenprofil ausarbeiten und den Ausschreibungstext entwerfen. Mitte August soll die Ausschreibung dann Beginnen und Ende September enden. Der Wahlvorstand kann auch eigenen Personalvorschläge einbringen. Im November/Dezember werden die Wahlvorschläge im Landeskirchenamt und im Bischofsrat (u.a. der Landesbischof und die LandessuperintendentInnen) beraten. Übrig bleiben dann drei Kandidatinnen/Kandidaten, mit denen der Wahlausschuss sprechen und sie in eine Sitzung einladen kann. Dazu stehen 6 Wochen zur Verfügung. Nach diesem Verfahren bleiben zwei Namen auf der Liste. Diese zwei Bewerber/innen halten dann jeweils einen Gottesdienst und eine sogenannte Aufstellungspredigt im Kirchenkreis.

Sollte es keine Einwende gegen die Bewerber/innen geben, haben danach die Delegierten im Kirchenkreistag die Wahl. Durch das komplizierte Verfahren wird das wahrscheinlich im März/April 2020 sein. Petra Bahr sagte, dass der Kirchenkreis Laatzen-Springe der letzte sei, bei dem das alte Superintendenten-Wahlgesetz angewandt wird – es wird zurzeit überarbeitet.

Die Aufgaben- und Wunschliste für den Posten ist lang: theologisches Denken, Gemeindeerfahrung, kompetente Personalführung, diakonisches Handeln, Kinder- und Jugendarbeit fördern, Strukturen und Prozesse moderieren und einiges mehr. Entscheidend für die neue Person sei nicht das Alter. „Es geht nicht darum, graue Haare zu haben, die kommen im Amt automatisch“, sagte Bahr mit einem Schmunzeln. Durch die Lage in der Region Hannover sei der Kirchenkreis Laatzen-Springe für BewerberInnen „durchaus attraktiv“.

shw