Superintendent Andreas Brummer ist im Amt

18. August 2020

Sechs Fragen zum Start

Nach über neun Monaten hat der Kirchenkreis Laatzen-Springe wieder einen Superintendenten: Andreas Brummer hat am Montag, 17. August 2020, sein Amt angetreten. Wir haben ihm sechs Fragen gestellt zum Beginn.

  • Worauf sind Sie am Neugierigsten in unserem Kirchenkreis?

Brummer: Erst einmal freue ich mich, dass es jetzt auch mein Kirchenkreis ist. Und nun bin ich gespannt, wer und was mir hier begegnet und wie Kirche in den verschiedenen Gemeinden und Regionen Gestalt annimmt. Auf die Vielfalt bin ich gespannt, auf die Unterschiedlichkeit. Und darauf, was die Menschen hier zusammenhält. In meiner Vorstellung vor der Kirchenkreissynode habe ich den Leitspruch des Klosters Bursfelde zitiert: „Hören, was am Ort klingt“. Darauf bin ich neugierig: Zu hören, was in den Regionen und Gemeinden klingt. Oft sind es dann auch die leisen Töne, die mich besonders ansprechen.

  • Wie werden Sie sich in den Kirchengemeinden und Einrichtungen im Kirchenkreis vorstellen?

Leider ohne Handeschütteln und dafür mit Mund-Nasen-Maske. Wir sind ja noch in Zeiten einer Pandemie. Da bleibt vieles eingeschränkt. Das fängt mit dem Einführungsgottesdienst an, bei dem nur wenige Personen teilnehmen können. So werde ich mich auf den Weg in die Regionen und Gemeinden machen. Aber der Kirchenkreis ist natürlich groß. Deshalb wird das nur Schritt für Schritt gehen. Einige Besuche in Einrichtungen sind schon geplant und Antrittsbesuche vereinbart. Dann möchte ich gerne nach und nach in allen Gemeinden Gottesdienste feiern. Auch das wird eine Weile dauern, bis ich in jeder Kirche einmal war. Aber alles beginnt mit dem ersten Schritt. 

  • Wann werden Sie im Haus im Corvinusplatz in Pattensen einziehen?

Die Renovierung in Pattensen ist fast fertig. Ich werde die erste Zeit zwar noch von Hannover aus pendeln, aber für die Herbstferien ist dann auch der Umzug geplant. Umzüge sind ja immer dicke Bretter. Da ist man dann froh, wenn es endlich los geht und vor allem, wenn alles am neuen Ort seinen Platz gefunden hat.

  • Gibt es eine Lieblingsstelle in der Bibel oder ein Wort, das Sie besonders geprägt hat?

2. Korinther 2,9: „Meine Gnade genügt dir. Denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Das ist „mein“ Satz geworden, als sich kurz vor Ende meines Studiums die Netzhaut meines rechten Auges abgelöst hat. Es gab damals eine dramatische Not-OP und viele Komplikationen hinterher. Ich konnte weder Bücher lesen noch Seminararbeiten schreiben. Ob und wie das mit dem Studium weitergehen kann, war lange nicht klar. Ich habe mich damals an diesem Pauluswort festgehalten. Und es hat getragen – auch in allen Ungewissheiten, die es in den Jahren danach gegeben hat. Es ist tatsächlich so, wie Paulus schreibt: Da ist eine Kraft, die ist da, wenn ich schwach bin.

  • Wie sind Sie gern unterwegs; eher mit Öffis, im Auto oder mit dem Fahrrad?

Das kommt darauf an. Die nächsten Monate bis zum Umzug wird es das Auto sein. Je länger eine Fahrt ist, desto lieber fahre ich aber mit der Bahn und kürzere Wege lieber mit dem Fahrrad als mit den Öffis. Am allerliebsten bin ich aber zu Fuß unterwegs.

  • Trinken Sie lieber Tee oder Kaffee?

Klare Sache: Kaffee. Am liebsten, wenn er aus meiner Lieblingsrösterei in Bremen kommt.