Passionsandachten in St.-Andreas Springe

Nachricht Springe, 17. Februar 2021

Herzliche Einladung donnerstags um 18 Uhr

© Jens Schulze, EMSZ

Heute am 17.2., Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit. Die St.- Andreas Kirchengemeinde in Springe bietet für alle, die diese Zeit bis Ostern bewusst gestalten wollen, jeweils donnerstags eine Abendandacht an.

Um 18 Uhr erklingt nach dem Geläut ein Lied; es gibt einen kleinen Impuls und mit Musik geht es weiter durch die Passionszeit. Gestaltet wird diese Andachtsreihe von den Pastoren Eckhard Lukow, Matthias Brust und Klaus Fröhlich. Musikalisch wird Robin Hlinka zusammen mit einer kleine Schola für klingende Momente sorgen. 

Sieben Wochen ohne Blockaden, so heißt die diesjährige Aktion in der Fastenzeit der evangelischen Kirche. Und worauf verzichten Sie? Oder doch besser sieben Wochen mit? Probehalber etwas anders zu machen – auch wenn es schwer fällt – das wäre eine Chance in dieser Zeit bis Ostern. Diese bewusste Gestaltung der vierzig Tage könnte die Entdeckung mit sich bringen, dass es anders besser sein könnte. Eine Weile das zu vermeiden, womit wir sonst viel Zeit verbringen und uns besonders im Wege stehen, das setzt Kräfte frei.

Klaus Fröhlich
Pastor Klaus Fröhlich
St. Andreas-Straße 5
31832 Springe
Tel.: 05041 2420
Mobil: 0176 21407271

So kann das Fasten ein jährlicher kleiner Entwurf sein: Was wäre wenn? Was wäre, wenn ich nicht jeden Abend auf dem Sofa zu bewegten Bildern einschlafen würde? Wenn ich jeden Tag eine neue Begegnung wagen würde, wenn ich vorwärts schauen würde, statt zurück? Die Skizze eines anderen Alltags, der Blick in eine andere Richtung, eine Perspektivverschiebung.

Auch heute verlassen wir in der Fastenzeit die bekannten Pfade, wir machen vielleicht einen Bogen um den Kühlschrank, meiden den Zigarettenautomaten oder gehen überhaupt mal wieder zu Fuß. Wir entziehen uns Kalorien, Konsum oder Komfort. Wir brechen mit Gewohnheiten, selbstverständlichen Gesten des Alltags, machen etwas anders als sonst und bringen damit, leise und ohne ruckartige Bewegungen, gewohnte Ordnungen durcheinander.

Vielleicht läuft alles nicht mehr ganz so rund und vorhersehbar wie sonst. Vielleicht stolpert man auf einmal im gewohnten Takt. Der Tagesablauf verschiebt sich, Zeit ist da, wo Hetze war. Ruhig und wach hören wir uns selber wieder – und Gott. Diese Zeit im Kirchenjahr lebt auf Veränderung und Erneuerung hin.

Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt zur Seite und es zeigt sich auf einmal etwas anderes, Unerwartetes, lange Übersehenes. Wenn das gelingt, dann lassen wir bekanntes und umrissenes Gelände hinter uns und fasten auf einen ständig weiter werdenden Horizont hin. Dann finden wir danach den Weg in die Gewohnheit vielleicht gar nicht wieder zurück – und gehen einen neuen. Dann leuchtet vom Ende der Fastenzeit her Ostern auf, die Auferstehung, das Leben nach dem Tod.

„7 Wochen Ohne“ heißt die Fastenaktion der evangelischen Kirche und der Name ist Programm. Hier geht es nicht darum, was man weglässt in den Tagen vor Ostern, es geht ums „Ohne“.

Wir laden Sie ein, sieben Wochen auf etwas zu verzichten und damit in dieser Zeit etwas freizulegen und in Bewegung zu bringen. Dafür soll Raum sein. Gestalten Sie Ihr Leben „7 Wochen Ohne“ und entdecken Sie die Fülle. Der Verzicht macht Appetit – auf das Leben.

Pastor Klaus Fröhlich