Hilfs- und Unterstützungsangebote, Gottesdienste, Andachten uvm.

Kirchenkreis Laatzen-Springe, 14. April 2020

Zum Lesen / Mitmachen: Gottesdienste, Andachten, Gebete und Fürbitten

Foto: Reinhard Surendorff

Jeden Abend um 19.00 Uhr läuten die Kirchenglocken.
Das Licht einer Kerze erleuchtet ein Fenster und strahlt hinaus in die Dunkelheit dieser unwirklichen Welt.
Während Menschen sich weltweit um ihre Liebsten, ihre Freunde oder Nachbarn sorgen wie um die eigene Gesundheit, schenkt das Licht ein wenig Hoffnung.
Im Gebet verbinden wir uns mit Glaubenden landauf und landab. Setzen ein Zeichen der Solidarität mit den Sich-Sorgenden. Zeigen unsere Empathie mit allen von dem Virus betroffenen – gleich ob selbst erkrankt, in Quarantäne, in Trauer, in Unsicherheit oder Angst. Niemand weiß was der nächste Tag bringt, die Krankheit verläuft, oder wer davon betroffen ist oder noch sein wird. Dem unsichtbaren Virus begegnen wir mit dem sichtbaren Hoffnungslicht. Und das Licht ruft unseren Dank hinaus zu denen, die in vorderster Linie als Pflegende, als Ärzte und Forscher*innen, oder als Rettungskräfte, für andere und uns tätig sind. Und der Dank gilt auch all jenen, die in dieser Zeit unsere Versorgung zu gewährleisten versuchen.
Ob an der Kasse, hinter der Käsetheke oder dem Steuer der LKWs, als Packer*innen oder an einer der anderen vielen unsichtbaren, doch für das Funktionieren der Versorgung so wichtigen Arbeitsplätze. Doch das Licht leuchtet als Gebet gen Himmel. Möge die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft oder Verwaltung, lokal wie global, mit Sachverstand, Weisheit, Geduld und Weitsicht, die für die Eindämmung des Pandemie und unsere Zukunft so wichtigen Entscheidungen treffen und umsetzen.
Gebetsvorschlag:
Gott, Schöpfer Himmels und der Erde,
höre mein Gebet.
Unsicher, in Sorge um meine Familie, meine Liebsten,….,
stehe ich vor dir.
Unsicherheit macht sich breit. Wie wird es werden?
Werde auch ich krank?
Mein Herz ist schwer. Meine Seele traurig.
Sei mir nahe.
Hilf mir, zu vertrauen,
dass du in dieser schweren Zeit an unserer Seite bist.
Dass ich aus deiner Nähe Halt und Kraft gewinnen kann.
Schenke mir Geduld und innere Ruhe.
Lebendiger Gott, erhöre mein Gebet,
und alles Ungesagte schließe ich ein in das Gebet deines Sohnes,
Jesus Christus.
(Vaterunser)
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Lied „Der Mond ist aufgegangen“
1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.
7. So legt euch denn, ihr (Lieben) Brüder, in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!


Text: Matthias Claudius 1779 / Melodie: Johann Abraham Peter Schulz 1790 / Satz: Max Reger um 1905

Die fünf evangelischen Kirchengemeinden in Laatzen haben sich gemeinsam verabredet, wie sie für die Menschen in Laatzen ansprechbar sind und Hoffnung verbreiten.

Wir lassen beispielsweise ab sofort nachts in Kirchengebäuden das Licht brennen. Auf einigen Vorplätzen finden Menschen ermutigenden Texte wie Psalm 121 mit Kreide geschrieben. An den Kirchtürmen und den Gemeindehäusern wird es Banner mit Worten der Hoffnung geben. „Auch wenn wir uns derzeit nicht persönlich begegnen können, sind wir untereinander durch das verbunden, was wir glauben: Dass Jesus Christus das Licht der Welt ist.“

Foto: E. Hartebrodt-Schwier

Arnum, Montag, 30.  März 2020

 

Liebe Gemeindemitglieder und der Kirche Verbundene,

vor ein paar Tagen sagte ein italienischer Intensivmediziner mit Mundschutz und steriler Kopfbedeckung in die Kamera:

„Wenn Sie beten können, dann beten Sie“.

Ein Arzt schiebt viele Dienste nacheinander und sieht kranke, hilflose und sterbende Menschen. Er bittet an einem Ort, den sonst mit professionellen Rettungsmethoden verbunden wird. Ein Ort, wo geholfen, behandelt und geheilt wird. Jetzt schlägt die Ohnmacht zu. Das Krisenmanagement stößt an seine Grenzen.

Dieser Bitte eines Arztes aus Italien, er könnte auch in New York, Spanien, Indien und im Sudan arbeiten, wollen wir hier in der Friedens-Kirchengemeinde nachgehen.

Wir haben auf dem Kirchplatz eine rote Leine von Baum zu Baum gespannt. Daran befestigt sind bunte Zettel an einer hölzernen Wäscheklammer. Jede und jeder kann einen Zettel abnehmen, mit einer Fürbitte, einem Wunsch, Gebet oder einem kleinen frohmachenden Satz beschriften und an die Leine hängen. Diese Sätze wird Pastorin Behler in die Kirche bringen und laut am Altar beten, neben dem Osterlicht.  Nacheinander, Tag für Tag. Wenn Sie gelesen sind, bleiben sie in der Kirche verwahrt. Bringen Sie gerne einen eigenen Stift mit und nehmen ihn wieder mit nach Haus.

Wenn Sie per Telefon einen Satz durchsagen möchten, der auf die Wäscheleine gehängt werden soll, dann melden Sie sich gerne bei Pastorin Behler unter 05101/ 925364.

„Wenn Sie beten können, dann beten Sie“.

Weiterhin läuten abends um 19 Uhr die Kirchenglocken von Friedenskirche und Wehrkapelle, sowie aller Kirchen der Region Hemmingen. Wer dann betet, betet für Andere mit und erlebt, es gibt Verbindung und Verbundenheit. Die Friedenskirche ist tagsüber verlässlich geöffnet.

                                                      

Einkaufsservice

Uns erreichen zahlreiche Anfragen von Menschen, die gerne die Einkäufe und das Rausgehen mit dem Hund übernehmen möchten. Falls Bedarf besteht, stellen die Pfarrämter und Gemeindebüros gerne den Kontakt her. Die Kirchengemeinden haben funktionierende Netzwerke, über die Vieles organisiert werden kann.

Informationen der Beratungsstellen

Der ambulante Hospizdienst Laatzen-Pattensen-Hemmingen will die Menschen weiter begleiten. Das machen wir in diesen Zeiten per Telefon. Die ehrenamtlichen Sterbebegleiter rufen an und nehmen sich Zeit am Telefon, oder kaufen auch für die Familien, die wir begleiten ein, wenn diese es derzeit selbst nicht können.

Die trauernden Menschen, die uns bereits vom Trauercafé, Einzelbegleitungen oder „Trauer in Bewegung“ kennen, können sich sehr gerne an unseren Hospizdienst wenden. Wir werden Sie an die TrauerbegleiterInnen weitervermitteln, die Sie bereits kennen.

Auch Trauernde, die uns noch nicht kennen, dürfen sich sehr gerne bei uns melden.

Wir begleiten telefonisch weiter und wollen so über diese schwierige Zeit hinweg unterstützen.

Sie erreichen uns unter: 0511-22848413

Bitte sprechen Sie auf den Anrufbeantworter, wir rufen so schnell, wie möglich zurück.

Es grüßt Sie das Trauerbegleiterteam des ambulanten Hospizdienst Laatzen-Pattensen-Hemmingen

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Als Hauptamtliche richten wir ab der kommenden Woche verlässliche telefonische Sprechstunden ein. Menschen mit Stress, Ärger und Problemen finden hier ein offenes Ohr:

  • Montags, 17 bis 18 Uhr: Pastor Freytag, Tel. 0511 87 44 644.
  • Dienstags, 17 bis 19 Uhr: Pastor Wening, Tel. 05102 89 03 002.
  • Mittwochs, 10 bis 12 Uhr: Diakonin Birgit Freudemann-Bah, Tel. 0511 82 10 16.
  • Donnerstags, 11 bis 12 Uhr: Pastorin Michaelsen, Tel. 05102 21 45.
  • Freitags, 10 bis 12 Uhr: Pastorin Dieckow, Tel. 0511 97 82 27 27.
  • Samstags, 15 bis 17 Uhr: Pastorin Straeck, Tel. 0511 86 65 95 41.
  • Sonntags, 10 bis 12 Uhr: Diakon Gunnar Ahlborn, Tel. 05102 5497

Ab sofort gibt es eine kostenfreie telefonische Seelsorge-Hotline der christlichen Kirchen in Niedersachsen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger sind täglich zwischen 14 und 20 Uhr zu erreichen unter 0800 – 111 20 17.

Gestaltet wird das Angebot vom Zentrum für Seelsorge (ZfS) und der NDR Media GmbH.

Für Kindern und Eltern

Tagesstart mit Familien - Warum wir jetzt einen „Morgenkreis“ machen - Diakonin Janette Zimmermann