Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Unsere Gemeinde hat wieder eine Kirchenmusikerin

Karolina Buras

Liebe Gemeindemitglieder,

seit Anfang dieses Jahres darf ich als Kirchenmusikerin in Ihrer Gemeinde die Kirchen mit Musik füllen. Momentan heißt das, dass die Instrumente, die Orgeln in Bennigsen und Lüdersen, den Wohlklang bringen oder Mitglieder der Kantorei, die ich ebenfalls leite, die Luft in Schwingung versetzen. Sie lesen richtig, sangesfreudige Chormitglieder gestalten seit Ende Januar die Gottesdienste. Sie dürfen unter Einhaltung der Hygienevorschriften mit mir musizieren. Ich freue mich und bin dankbar, dass ich gewählt wurde, und möchte mich mit Ideen, vielseitigen Projekten und Frische einbringen. Bei der Entwicklung bin ich gespannt auf die Zusammenarbeit mit allen Haupt- und Nebenamtlichen sowie Ehrenamtlichen in der Gemeinde. Schon beim ersten Treffen habe ich eine offene, herzliche Atmosphäre vernommen.

Gerne möchte ich mich Ihnen mit einigen Worten vorstellen. Ich bin seit November 2020 Studentin der Kirchenmusik in Hannover – endlich zurück im Norden. Geboren und aufgewachsen bin ich in Lübeck. In meiner katholischen Erziehung spielte Ökumene eine große Rolle. Als Jugendliche habe ich gerne im evangelischen Bach-Chor gesungen, mich an einer ev. Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte ausbilden lassen, in Gemeinden jeglicher Konfession gespielt und zu meiner Leipziger Studienzeit als Mitglied der katholischen Studentengemeinde das Amt der Ökumene mit viel Freude ausgefüllt. Diese Erfahrungen prägen mich als Person, als Musikerin. Den Entschluss, hauptberufliche Musikerin zu werden, fasste ich noch, bevor ich die ersten Töne auf der «Königin der Instrumente» spielte. Nach dem Jungstudium, das ich zu Schulzeiten in Lübeck machen konnte, habe ich ein Bachelorstudium mit Hauptfach Klavier und ein Masterstudium mit Hauptfach Orgel sowie Instrumentalpädagogik für beide Fächer abgeschlossen. Die Studien führten mich in die Bach-Stadt Leipzig und an den Röstigraben in Fribourg, welches in der schönen Schweiz liegt. Trotz dieses «Umwegs» war das Ziel schon immer die Kirchenmusik, mit der ich aufgewachsen bin. Meine weiteren Interessengebiete sind die Ränder der Musikgeschichte, d.h. der Gregorianische Choral und Zeitgenössische Musik. Mir persönlich ist es wichtig, in der Gemeinde meine Begeisterung für gute, dem Anlass entsprechende Musik im Gottesdienst zu teilen, Menschen die Freude an der Musik zu vermitteln und den Glauben so zu stärken.

Ich lade Sie herzlich zu unseren Gottesdiensten ein und ich verspreche Ihnen, Sie mit der Liebe zur Musik zu befeuern. Ich lasse von mir hören – und freue mich auf kräftig singende Kantorei-Mitglieder bis zum Moment, wenn Sie als singende Gemeinde wieder übernehmen!

Wenn Sie Lust haben, in einem Gottesdienst musikalisch mitzuwirken, ob mit einem Instrument oder Ihrer Stimme, schicken Sie mir gerne eine Mail an karolina.buras@evlka.de

Ein Chorleiter verabschiedet sich

1. Advent Bode 1
Foto: Michael Beubler

Nach einem denkwürdigen Jahr als Chorleiter der Kantorei der Kirchengemeinde Bennigsen-Lüdersen verabschiedete sich Yannick Bode eindrucksvoll mit einem Musikalischen Gottesdienst.

Eigentlich sollte es ein Konzert werden - aber wie in so vielen Bereichen des täglichen Lebens machte Corona einen auch hier einen Strich durch die Rechnung. Konzerte waren seit dem 2. November verboten.

Yannick Bode (Orgel und Cembalo) hatte Freunde eingeladen - Leonie Wulff (Flöte), Elisabeth Roether (Cello) und Nadine Speer (Gesang), die mit ihm zusammen musizierten. Pastor Dietmar Dohrmann aus der Gartenkirche in Hannover führte mit seinen Texten die Gemeinde durch die Stationen der Adventszeit.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein in der Dunkelheit vor der Kirche inbrünstig gesungenes "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit".

Yannick Bode hatte sich gewünscht, dass er in diesem von ihm geplanten und gestalteten Gottesdienst von seinem Amt entpflichtet und verabschiedet würde.

Wir wünschen Yannick Bode alles Gute und Gottes Segen!

Dynamisches und kraftvolles Spiel

Kantorei St. Martin Bennigsen gibt Passionskonzert unter neuer Leitung von Yannick Bode

BENNIGSEN. „Schau hin nach Golgatha“ – so lautete der Titel des Passionskonzerts der Kantorei St. Martin Bennigsen. Bestimmend waren zwei Instrumentalwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Georg Philipp Telemann.
Gleich zu Beginn zeigte der junge Mexikaner Carlos Olvera López an der Orgel sein Können mit dem ersten Satz der Orgelsonate Nummer sechs in d-Moll über den Choral „Vater unser im Himmelreich“. López spielte dabei dynamisch und kraftvoll.
Im Laufe des Abends folgten noch die Sätze zwei und drei. Von Georg Philipp Telemann war die Sonate für Oboe und Continuo in a-Moll im Programm mit ihren vier Sätzen angekündigt. Vorgetragen wurde sie von López, der an der Orgel den Generalbass übernahm, während Sabine Ronge mit der Oboe darüber schwebte. Leider behielten die Temperaturen der Kirche bei dem Blasinstrument die Oberhand, sodass die Oboe in der Stimmung zu tief lag.
Ruth Häde begeisterte mit ihrer hervorragenden Altstimme mit drei Arien von Johann Sebastian Bach, die jeweils vom jungen mexikanischen Organisten begleitet wurden. Die übrigen Elemente des Konzertes trug die Kantorei unter der Leitung von Yannick Bode vor. Teilweise wurden die Sänger von López am E-Piano begleitet, wobei Häde mit ihrer klaren Altstimme einzelne Strophen solistisch übernahm.
Die Kantorei machte einen ausgesprochen guten Eindruck. Es zeigte sich  dass Bode, Student der Kirchenmusik, für Kantorin Sabine Lauber ein würdiger Vertreter ist – sowohl was die Zusammenstellung des Programms betrifft, als auch sein ausdruckstarkes Dirigat. Angenehm war auch das Verhalten der etwa 70 Konzertgäste, die auf Zwischenapplaus verzichteten,
dafür am Ende deutlich zeigten, wie gut ihnen der Auftritt gefallen hatte. hov 

[Horst Voigtmann, s.a. Neue Deister Zeitung 10.03.2020 Seite 10]