Gemeindebrief

Andacht

Pastor Richard Gnügge

Liebe Lesenden,

was tut Ihnen gut? Wenn ich in diesen Tagen aus dem Fenster blicke, sehe ich einen grauen Himmel, trübe Februartage, Regen, Graupel, Wind. Und nicht nur dieses triste Wetter drückt auf das Gemüt. Ich wünsche mir wieder Sonne, Wärme, Begegnungen. Denn das tut mir gut.

Und wenn ich dann weiter darüber nachdenke, dann fallen mir noch viele andere Dinge ein, die einfach guttun. Ein Lächeln, ein Stück Schokolade, ein Glas Wein in gemütlicher Atmosphäre, ein Film, der mich fesselt, ein Spaziergang im Wald, das Beobachten der Krähen, die Nüsse knacken, die kleinen Schneeglöckchen, die gerade aus dem Boden wachsen und von neuem Grün und neuem Leben künden.

Und es wären noch viele Dinge zu ergänzen.

Dabei merke ich, es sind viele Kleinigkeiten, die mir guttun und die in Summe mein Leben bereichern. Und dann ist mir in diesen Tagen auch folgendes Lied wieder in den Sinn gekommen. Die erste Strophe beginnt so:

Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt,
auf steinigem Grund wachse in mir,
sei keimender Same, sei sicherer Ort,
treib Knospen und blühe in mir.
Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an
in einem neuen Tag, blühe in mir.

Ein Lied, das guttut. Zumindest mir mit diesem Kehrvers: „Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, blühe in mir.“ Vielleicht mögen Sie oder jemand aus Ihrer Familie es einmal im Internet aufrufen. Da gibt es einige Versionen und Interpreten. Die Melodie ist sehr eingängig. Und gerade in diesen Tagen nimmt der Text Bitten auf, die mir auf der Zunge liegen. Liebe, Frohsinn, Hoffnung. Ja, das täte gut. Das tut gut. Und das kann ich in diesen Tagen gut gebrauchen. Und Sie sicher auch?! Welches Lied tut Ihnen gut? Welche Melodie summen Sie, wenn Sie in den dunklen Keller oder auf dunklen Wegen gehen?

Mir gibt es Hoffnung, darauf zu vertrauen, dass auch nach der Nacht ein neuer Morgen aufbricht. Dass Gott da ist und ich ihn bitten kann, Hoffnung in mir blühen, Liebe in mir brennen und Freude in mir aufbrechen zu lassen.

Dieses Vertrauen, ob summend, singend, betend, schweigend, auch das tut mir immer wieder gut! Ihnen auch?                               

Ihr Richard Gnügge

Gemeindebrief von März bis Mai 2022

Gemeindebrief-Team

Gabriele Rose
E-Mail:
GBT.Bennigsen@t-online.de
Telefon:
(Rose) 05045-581 9099