Angedacht

Nachricht 24. September 2022

Wir können in diesen Tagen der großen Besorgnis nicht ausweichen. Wir machen uns viele Gedanken, verfolgen die Nachrichten, sehen immer wieder die Landkarten mit Frontverläufen und Städten, die uns vom Namen her vertraut geworden sind. Wir ahnen die Grausamkeiten, die sich hinter alldem verbergen. Und vielleicht kennen wir auch Menschen aus dem Kriegsgebiet, die uns davon erzählen.

In aller Ohnmacht und Angst wird einem auch wieder bewußt, wie kostbar das Leben ist, und wie gerne wir eigentlich leben. Und es werden in uns viele Dinge wachgerufen: Mitgefühl. Großherzigkeit, Engagement; und die Frage, was uns im Leben wirklich etwas bedeutet.

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter war gerade im Mittelpunkt der Gottesdienste. In einer Auslegung dazu las ich: "Die Rambos sterben zuerst." Wenn etwas schlimmes passiert, ist es gut, wie in dem Gleichnis, Ruhe zu bewahren, zu überlegen, demütig zu sein. Und die größte Kraft wird mobilisiert, indem wir anderen helfen, und so selber aus der Ohnmacht herauskommen.

Bei allem hoffen wir doch und beten dafür, dass Frieden und Segen für uns und alle Menschen kommt und beständig bleibt.

Pastor Carsten Lohse

Pastor

Carsten Lohse
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Wedelstraße 24c
30163 Hannover