Unsere Veranstaltungen 2024

Passionsmusik

Passionsmusik

Samstag, 23. März 2024, 18.30 Uhr
Kulturkirche St. Marien Lüdersen

Stefan Adam - Bariton
Ellen Beinert - Orgel

[Eintritt frei - Spende für die Kirchenmusik erbeten]

Vita Stefan Adam:
Als ausgebildetem Kirchenmusiker und Konzert- und Opernsänger schlagen mehrere Herzen in seiner Brust, zum einen das des Kirchenmusikers, dem die oratorische Musik aller Epochen sehr am Herzen liegt, aber auch das des Konzertsängers, der sich gerne mit der intimen Form des Liederabends und der Kammermusik auseinandersetzt, aber natürlich auch mit größeren Formen wie sinfonischer Musik und, last but not least, der Opernsänger, der es liebt, auf der Bühne in andere, fremde und neue Charaktere zu schlüpfen und Geschichten zu erzählen.
Künstlerischer Lebenslauf
Bariton Stefan Adam ließ sich nach dem Abitur zunächst zum Kirchenmusiker ausbilden, ehe er sein Gesangsstudium aufnahm, das er mit Auszeichnung abschloss. Seine Lehrer waren Kammersängerin Edda Moser, Dietger Jacob und Kammersänger Kurt Moll.
Der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit lag zunächst in den Bereichen Oratorium, Lied und Konzert. Hier wirkte er u. a. bei Uraufführungen großer oratorischer Werke in Köln und Düsseldorf mit. Erste Bühnenerfahrungen erlangte er durch die Arbeit mit Jakob Jenisch, Michael Hampe und Andreas Homoki.
Schon während des Studiums erhielt Stefan Adam sein erstes Festengagement am Theater Hagen, an dem er von 1994 – 2001 engagiert war. Während dieser Zeit führten ihn Gastverträge an die Theater in Essen und Flensburg. Weitere berufliche Stationen waren die Städtischen Bühnen Münster (2001 – 2004) und das Staatstheater Kassel (2004 – 2009), wo er u. a. als Holländer, Simone Boccanegra und Marquis Posa („Don Carlo“) zu hören war.
Mit Beginn der Spielzeit 2009/2010 folgt der Künstler einem Ruf an die Niedersächsische Staatsoper Hannover, wo er u. a. als Macbeth (Verdi), Alberich („Rheingold“), Marquis Posa („Don Carlo“), Beckmesser und Falstaff Erfolge feiern konnte.
Neben seiner Bühnentätigkeit ist Stefan Adam auch ein gefragter Konzert- und Oratoriensänger. Hier liegen ihm besonders die großen Oratorien Bachs am Herzen, aber natürlich auch die oratorische Musik der Romantik und Moderne.

Vita Professorin Ellen Beinert:
Universitätskantorin Ellen Beinert, geboren in Essen, legte mit 23 Jahren ihr Examen im Studienfach Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln ab und übernahm kurz darauf die A-Kantorenstelle an einer der Hauptkirchen in Wuppertal. Seit 1997 ist sie tätig als Organistin und Kantorin an der Evangelischen Universitätskirche Münster. Ellen Beinert hat als Organistin vielfach und erfolgreich im In- und europäischen Ausland konzertiert. Mit Aufführungen der großen oratorischen Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Puccini und nicht zuletzt Arthur Honegger hat sie sich auch als Dirigentin profiliert. Sie ist Lehrbeauftragte für Orgelliteraturspiel an der Universität Münster. Mehrfach wurde sie als Jurorin zu Chorwettbewerben berufen, u.a. für den Landesmusikrat NRW.

Lüderser Serenade 2024

W.R.

„Wanderer im Wind“ – eine musikalische Lesung mit Liedern zu

Barlach-Plastiken und Briefauszügen aus der Korrespondenz des Bildhauers

Das Werk des Bildhauers und Dramatikers Ernst Barlach ist sehr eng mit dem Land Mecklenburg verbunden. Fast alle seine bildhauerischen und grafischen Arbeiten sowie seine Theaterstücke sind von 1910 bis 1938 in Güstrow entstanden. Hier fand er die nötige Ruhe zum Arbeiten und vielfältige

Inspiration. Seine expressionistischen Arbeiten gehören zum wichtigsten kulturellen Bestand deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts. Für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eine Verpflichtung, diesem Werk gebührende Achtung und Wertschätzung entgegen zu bringen.

Der in Rostock gebürtige Sänger und Liedermacher Wolfgang Rieck beschäftigt sich schon lange und intensiv mit dem Schaffen Ernst Barlachs und hat sich von seinen Plastiken immer wieder künstlerisch inspirieren lassen. In den 80er Jahren, zusammen mit Joachim Piatkowski im Duo Piatkowski & Rieck, sind so zahlreiche Texte und Lieder entstanden, die auf LPs und einer CD Eingang fanden. Seit jetzt ca. 20 Jahren, überwiegend solistisch unterwegs, hat Wolfgang Rieck sich erneut dem Werk des Bildhauers zugewandt und neue Lieder geschrieben, die durch das Barlach’sche Werk angeregt wurden. In seiner musikalischen Lesung „Wanderer im Wind“ kann man diese Lieder zusammen mit gelesenen Briefauszügen aus der Korrespondenz mit Verwandten, Freunden und Künstlerkollegen erleben.

Rieck begleitet sich dabei selbst mit vielfältigem Instrumentarium vom Banjo über Gitarren, Flöte u.a.

Aus den Briefauszügen (über 2200 Briefe von Barlach sind überliefert) spricht eine humanistische Persönlichkeit, die von Humor, großer Ernsthaftigkeit und unbedingtem Gestaltungswillen geprägt ist.

Den Besucher der musikalischen Lesung „Wanderer im Wind“ von Wolfgang Rieck erwartet ein abendfüllendes, unterhaltsames und kurzweiliges Programm, das uns etliche, neue Seiten aus dem Leben und Schaffen eines großen Künstlers präsentiert.

Wolfgang Rieck
Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?":

Geb. u. aufgewachsen in Rostock; Mutter Geflügelzüchterin, Vater Tischler; 1959 – 69 POS, 1969 Berufsausb. zum Vollmatrosen u. 1972 Abitur bei der Dt. Seereederei Rostock; 1971 – 89 SED; 1974 – 78 Studium der Elektronik an der WPU Rostock, Dipl.-Ing.; seit 1970 musikal. aktiv (Pop- u. Tanzmusik, Singeclub KuBa), 1975 – 85 Ausbildung in Gesang u. klass. Gitarre am Konservatorium Rostock; 1975 – 93 Duo »Piatkowski / Rieck«, 1979 u. 1983 Hauptpreise bei den DDR-Chansontagen mit dem Programm »Liederzirkus«; ab 1980 Programm Kindermusikzirkus »Cantus Faximus«, 1985 Kulturpreis der Stadt Rostock, 1986 Kulturpreis der Stadt Bad Bevensen für bes. Leistungen auf dem Gebiet der musikal. Interpretation niederdt. Texte; 1988 Kulturpreis des Bez. Rostock.
1993 – 2001 Zusammenarb. mit dem Hamburger Trio »Liederjahn«, u. a. beim »Hamburg«-Film für die Dt. Welle u. zwei Kabarettprogrammen, diverse TV-Auftritte; 1996 Filmprod. »Mecklenburg« für die Dt. Welle; seit 1998 Kinderprogramm u. 2002 CD »Die Maus im Fernrohr. Lieder u. Lügenmärchen von der Seefahrt«; seit 1998 Konzertprogramm mit hochdt. u. plattdt. Liedern; seit 1999 Fortbildungsveranstaltungen für Grundschullehrer zum Thema Seefahrt u. zum Kreativen Schreiben mit Kindern; seit 2001 musikal.-literar. Weihnachtsprogramm mit Texten u. Vertonungen zu Barlach-Skulpturen; seit 2002 Erwachsenenprogramm »Land in Sicht«; Seminare für die Friedrich-Ebert-Stiftung »Lied als Spiegel der Gesellschaft«; 2002/03 Projekt »WECHSEL.Jahre« im Societaetstheater Dresden (mit Jörg Kokott); 2003 Solo-CD »Alles muss sich wandeln«, CD des Monats März 2004, Wahl des Titelsongs auf Platz Eins der »Liederbestenliste«; seit 2003 Konzertprogramm »Kein Weg zu weit« (mit J. Kokott); 2002/03 Arbeitsstipendium des Kultusmin. von Mecklenb.-Vorpomm.; seit 2004 Konzertprogramm »Rote Tropfen streut der Mohn ?« nach Texten von Theodor Kramer (mit Heike Kellermann); musikal.-literar. Programm »Zu Hülfe! Schwarzer Humor, Lieder u. Grotesken« mit dem Autor Michael Augustin; 2003/04 musikal. Lesungen aus niederdt. Erzählungen u. Novellen von John Brinckman; seit 2007 Kinderprogramm »Adele-Ukulele oder warum mit Musik alles besser geht« (CD 2009); lebt seit 1996 in Baumgarten (Mecklenb.).
Mehrere LPs u. CDs mit Joachim Piatkowski sowie »Liederjahn«.

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/wolfgang-rieck

Kultursommerkonzert 2024

Samstag, 24. August 2024, 18.30 Uhr
Kulturkirche St. Marien Lüdersen

Konzert im Rahmen des Kultursommers der Region Hannover

Iuf quartetto in un fiato
Flöte, Violine, Orgel, Schlagwerk
 

 


[Eintritt frei - Spende für die Kirchenmusik erbeten]

Das Quartett präsentiert ein Programme im lebendigen Spannungsfeld vor allem zwischen Barockmusik und Moderne. So stehen Sonaten von J.S. Bach, Händel und Vivaldi und weiterer italienischer oder auch französischer Barockmeister Kompositionen Günther Wiesemanns gegenüber, in welcher Spuren der Barockzeit mit zeitgenössischen Ausdruckswertigkeiten konfrontiert werden.

Die Ensemblemitglieder

Mariia Kostina, Flöte. Geb. 1990 in Poltava, Ukraine. 2013 Abschluss des Soloflöten-Studiums an der Tschaikowsky-Musikakademie Kiew. 2014 bis 2018 Mitglied des National Odessa Philharmonic Orchestra. Ab 2018 ergänzendes Masterstudium an der Musikhochschule Detmold. 2019 Projekte mit der Jungen Philharmonie Köln und der Kammerphilharmonie Europa. Meisterklasse z.B. bei Prof. Janos Balint oder bei Samuel Colles, Soloflötist des London Philharmonic. Mit Projekten junger Orchester eingeladen z.B. in der Elbphilharmonie, dem Concertgebouw oder beim Frankreich Festival von Radio France.
 
Benjamin Nachbar, Violine. Geb. 1972 in Czernowitz. Violin- und Bratschenstudium in Gent und Maastricht u.a. bei Prof. Michail Kugel. Früh schon Mitglied der Jungen Philharmonie Köln und später u.a. der Kammerphilharmonie Europa, des Folkwang-Kammerorchesters und der Musica camerata westfalica. Häufige kammermusikalische Engagements, Tourneen durch viele Länder. Gemeinsam mit Günther Wiesemann Gründer des trio contemporaneo.

Oksana Shnit, Orgel/ Klavier. Geb. 1990 in Wotkinsk, Russland. Im dritten Lebensjahr als Ukrainerin Umzug in die Heimat und dort Studium an der Tschaikowsky-Musikakademie Kiew. Danach ergänzend Cembalo-Studium an der Folkwang Hochschule Essen. Mehrere Preise bei internationalen Musikwettbewerben, so dem Gaetano Zinetti-Wettbewerb in Italien oder dem Köhler-Osbahr-Wettbewerb für Cembalo. Festes Mitglied des trio in un fiato.

Günther Wiesemann, geb. 1956 in Hattingen. Komponist, Pianist, Organist und Perkussionist (spezialisiert auf Gegenwartsmusik). Viele Wiesemannwerke sind veröffentlicht im Schottverlag.
1985 1. Preisträger als Stipendiat der Dramatiker Union Berlin (Vorsitz Wolfgang Fortner). 1991 1. Preis beim Klavierkompositionswettbewerb Bonn / Leipzig. 1991 konzertante Opernaufführung (Brot und Spiele) bei den Internationalen Brucknerfestspielen Linz (ORF- und WDR-Mitschnitte). Kammermusik, Musik für den Kirchenraum, Symphonien und Orchesterwerke sowie ein Requiem/ Memorial („oggi stesso“) auf ein Libretto von Christoph Klimke (UA 1997 als Auftragswerk der Konzertgesellschaft Schwerte und der Stiftung ‘Kunst und Kultur‘ des Landes NRW) (WDR-Mitschnitt). Komponistenportraits auch im Ausland, z.B. 1995 beim internationalen Festival Musik der Zeit in Kiew. Mehrere CDs, u.a. mit dem Florestanquartett, und Rundfunk-/ Fernsehportraits. Rege Konzerttätigkeit und Gründer einiger Ensembles.

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