Waldwunder geht in die neue Runde
Ein Erfahrungsbericht
Gottesdienst in der Abenddämmerung
Es ist Herbst. Die Diakonin Janette Zimmermann und der Pastor Matthias Brust (beide aus dem Kirchenkreis Laatzen Springe bzw. der Landeskirchlichen Gemeinschaft) haben eingeladen zu einem Gottesdienstformat in den Experimentierraum Natur.
Wir treffen uns mit festem Schuhwerk und wetterfester Kleidung am Friedhof in Lüdersen. Es ist um 17 Uhr und trotz Zeitumstellung tatsächlich noch hell. Nach der Begrüßung werden Taschenlampen verteilt. Alle bekommen ein kleines persönliches Leparello (Heftchen). Es geht los. Über eine imaginäre Schwelle treten wir ein in die Süllberger Waldkapelle. Unser Marsch führt uns schweigend zu verschiedenen Stationen. Allmählich setzt auch die Dämmerung ein. Wir hören das Rascheln des Herbstlaubs und das Knacken der Zweige unter unseren Schuhen. Es duftet nach Moos und Pilzen. Es geht runter vom Weg, kurz durchs Gebüsch, und wir stehen auf einer Lichtung mitten im Süllberg. Janette und Matthias entzünden die Kerze ihrer Laterne. Wir erspüren, wie sich die Abenddämmerung über den Wald legt. Langsam verschwinden die Farben des Waldes. Ein Kauz ruft und eine Maus huscht durchs Laub. Das Lichterspiel in der Abenddämmerung zwischen den Bäumen ist magisch. Der Wald beschenkt uns. Still und achtsam ahnen wir Gottes Spuren.
Nach 90 Minuten sind wir wieder am Ausgangspunkt. Es ist inzwischen stockdunkel geworden. Dieses Gottesdienstformat war wirklich besonders und hat allen Teilnehmenden gefallen.
KV Be-Lü (Wenke von Witzleben)