Pilgerwochenende

25. August 2026

Eine Rückschau von Gerald Senft

Bild: privat

Dreitägige Pilgertour von Laatzen zum Kloster Marienrode

„Probepilgern auf dem Jakobsweg“, so stand es im Veranstaltungskalender des Kirchenkreises. Am 31. Juli machten sich dann ein Dutzend Fußpilger von der Pilgerkirche St. Marien in Laatzen-Grasdorf aus auf den Weg zum Kloster Marienrode nahe Diekholzen. In drei Tagen wollten die Pilger die Strecke zurücklegen und dabei abends immer zu Hause schlafen. 

Am ersten Tag führte die Strecke von Laatzen über Ruthe nach Sarstedt. Unterwegs gab es immer wieder Impulse aus dem extra von Diakonin Katharina Reinhard gedruckten Pilgerheft. Lieder und Psalmen begleiteten die Gruppe, gegen 19.30 Uhr war das erste Tagesziel nach gut 18.000 Schritten erreicht.

Am 2.Tag ging es dann von Sarstedt über Ahrbergen, Giesen und Hasede immer auf der Via Scandinavica entlang nach Hildesheim. Neben geistlichen Texten und Impulsen gab es dieses Mal auch Atemübungen sowie „schweigende Strecken“, eine besondere Erfahrung für manchen Pilger. Das Wegeprofil war dabei sehr unterschiedlich: Feldwege und geschotterte Wanderwege wechselten sich mit teils fast zugewucherten Waldwegen ab. Die Mittagsrast nahmen die Pilger an der St. Vitus Kirche in Giesen ein, das Pfarrheim sowie Bierzeltgarnituren standen extra bereit. Alle Pilger teilten ihren Proviant und sorgten so für einen reich gedeckten Tisch. Nach einem gemeinsamen Gebet im Liebesgrund nahe der Innenstadt von Hildesheim ging es am Nachmittag mit der S-Bahn zurück nach Laatzen.

Tag 3 startete dann am Hauptbahnhof in Hildesheim und führte durch die Innenstadt über den Moritzberg zum Kloster Marienrode in der Nähe von Diekholzen. Fitness war auf einer anstrengenden und steilen Passage hinter Hildesheim erforderlich. Natürlich schweigend erklommen die Pilger "den Berg". Nach einem Picknick sowie einem längeren Gespräch mit einer Ordensschwester des Klosters ging es auf dem Braunschweiger Jakobsweg zurück nach Hildesheim. 

Ein von den Gemeindemitgliedern der St. Marien Gemeinde selbst gekochtes Abendessen "belohnte" die Pilger für die Strapazen auf dem 3-tägigem Pilgerweg. Insgesamt 70.000 Schritte legten die Gruppenmitglieder dabei zurück. Im Abschlussgottesdienst schmerzten zwar die Füße ein wenig, aber "die Wanderung mit Gott" hat allen gut getan. Vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung mit Übernachtungen in Pilgerherbergen? Die diesjährigen "Probepilgerer" würde es jedenfalls freuen.

Gerald Senft