Siehe, ich mache alles neu

03. Januar 2026

Alles neu – das klingt erst einmal spannend. 
Alles neu! 
Neue Schuhe, die noch ganz neu riechen und quietschen, wenn ich über den Fliesenboden laufe. 
Neue Kleidung, ohne Knitterfalten, ohne dünne Stellen, ohne Flecken oder Löcher. 
Eine neue Wohnung, die noch nach Farbe riecht, die ich nach meinem eigenen Geschmack einrichten kann. 

Siehe, ich mache alles neu!
Vielleicht fühlen wir – Sie und ich – auch Unbehagen dabei. 
Neu heißt ja nicht unbedingt besser. 
Neu heißt nur neu. Und anders. 
Die neuen Schuhe sind noch steif. Sie müssen eingelaufen werden bis sie keine Blasen mehr verursachen. 
Die neuen Kleider sind ungewohnt. Sie lassen sich nicht im Halbschlaf anziehen. 
Die neue Wohnung bedeutet auch ungewohnte Geräusche des nachts – und neue, unbekannte Nachbarn. 

Wir haben uns im Alten doch auch ganz bequem eingerichtet, oder? 

Und trotzdem sagt Gott: Siehe, ich mache alles neu!
Denn so wie jetzt kann es nicht bleiben: Ungerechtigkeit und Gewalt, Zerstörung der Schöpfung und Kriege – nein, so kann es nicht bleiben. 
Deshalb: Siehe, ich mache alles neu!
Eine neue Schöpfung, von Gott geschenkt. 
Und wie am Anfang heißt es dann: Und Gott sah alles, was er geschaffen hatte – und siehe, es war sehr gut. (1. Mose 1, 31)
Darauf hoffe ich. 
Darauf vertraue ich, auch 2026. 

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr mit vielen guten Neuerungen und Neuanfängen!

Charlotte Kalthoff

"Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!". (Offenbarung 21,5) ist die Jahreslosung für 2026

 

Foto:_Norman_Klaßlig

Pastorin Charlotte Kalthoff