„Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier.“ So hat Luther diesen Satz aus der hebräischen Bibel übersetzt. So ein schöner Satz. Es handelt sich um den 5. Schöpfungstag, 1. Buch Mose. Ich finde das nach wie vor eine gute Idee Gottes. Von mir aus hätten die Bibelschreiber gerne ausführlicher davon berichten können. Sie bleiben doch sehr allgemein im Text: Getier, Vögel, Fische, Vieh, Gewürm und andere Tiere. Eine Ausnahme bilden große Walfische. Vielleicht weil sie seit alters her für Weisheit und Intuition stehen? Wenn ich jetzt eine Umfrage machen würde, welche Tiere denn noch gerne mehr hervorgehoben hätten werden können, dann sagt die Eine: der (mein!) Hund natürlich. Der Andere: bitte das Schwein (da würde ich nachhaken, warum). Mein Freund würde wahrscheinlich sagen: das Huhn selbstverständlich. (Er hat Hühner und liebt sie) Ich nun würde mich zur Zeit ganz klar und eindeutig für ein Tier entscheiden, das mein Leben sehr erfreut. Es ist ein gutes Geschenk der Nachbarschaft. Und schon das ist erwähnenswert, weil selten. Also, es handelt sich um den Frosch. Besser: die Frösche. Allabendlich - so ein schönes Wort - quaken sie ihr Konzert in dieser Jahreszeit. Im Teich, fast nebenan, muss es ordentlich von Fröschen wimmeln. Es scheinen Viele zu sein. Mir können es allerdings gar nicht genug sein. Ihre Crescendi - manchmal schwillt das Gequake regelrecht an - sind wunderbar. Ich liebe diese Musik aus dem Wasser. Freue mich jeden Abend darauf. Denn mich beruhigt das. Ich lausche und lausche, lächle und danke dem Schöpfer. Und mein Puls geht rasant runter. Ich kann dabei sogar einschlafen.
Was Eine alles beruhigen kann. Hund, Katze Frosch oder Amsels Lied. Bach, Helene Fischer oder Die toten Hosen. Urlaub, Arbeit oder ein Gespräch mit der Freundin. Fussball oder Yoga. Im Krankenhaus sind es oft innere Bilder. Neulich: Früheres Hochseeangeln. Neulich gemeinsam Psalm 23 sprechen.
Es wimmelt die Welt von Möglichkeiten, beruhigter zu werden. Finden Sie nicht auch?