„Selber machen!“ – Wer Kinder hat oder beobachtet, kennt das: das Kind möchte Sachen jetzt selber machen: Sich anziehen, Saft in den Becher schenken, Kakaopulver in die Milch rühren.
Manches geht dabei daneben: Das Hemd ist verkehrt herum angezogen, Saft verkleckert, Kakao verschüttet. Manchmal gibt es Tränen. Tränen der Frustration beim Kind und bei Eltern.
Doch Übung macht den Meister. Jede gemeisterte Herausforderung macht stolz. Jeder Misserfolg spornt an, es noch einmal zu versuchen.
„Selber machen!“ – So heißt eine Zeitschrift für Heimwerker. Auch Erwachsene sind stolz, wenn sie etwas mit den eigenen Händen geschaffen haben. Selber machen macht glücklich, bestätigt Selbständigkeit.
Daher fällt es vielen Menschen schwer, um Hilfe zu bitten. Doch wir können und wissen nicht alles. Dann brauchen wir die Hilfe anderer.
Wie komme ich mit dem schweren Koffer die Treppe zum Gleis hoch? Wo fährt der 132er Bus ab? Wie komme ich an die Dosen im obersten Regal?
Manchmal kommt ungefragt Hilfe. Ein junger Mann hat mir in Hamburg den Koffer hochgetragen. Ich war so dankbar.
Manchmal bitte ich jetzt um Hilfe. Inzwischen komme ich mir nicht mehr dumm vor, denn ich merke, dass es die meisten Menschen freut zu helfen. Ich helfe ja auch gern, wenn ich es kann.
Heile mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17, 14). Der Wochenspruch ermutigt, um Hilfe zu bitten – Gott und uns Menschen.